Zum perfekten LiDAR-Scan dank dieser Tipps

Bessere Scanergebnisse für Ihre Immobilie

Damit der LiDAR-Scan mit dem Smartphone zu perfekten Ergebnissen führt, gibt es einige Tipps & Tricks, die Sie beachten sollten. So sparen Sie sich wertvolle Zeit bei der späteren Nachbearbeitung Ihres 3D-Modells & sorgen dafür, dass Ihr Scan so genau ist, wie es die Technik des eingebauten LiDAR-Sensors zulässt. Lesen Sie mehr dazu in diesem Beitrag.

Vorbereitung ist besser als Nachbearbeitung
Die Immobilie für den Scan vorbereiten

Als erstes stellt sich die Frage nach dem Equipment. Für unsere Scans benötigen Sie ein iPhone Pro Gerät mit integriertem LiDAR-Sensor & unsere Realitiq-App, alternativ funktioniert auch ein iPad Pro Gerät. Diese Voraussetzung ist schon mal die halbe Miete am Weg zu Ihrem perfekten LiDAR-Scan & späteren 3D-Modell zur Immobilie.

Bevor Sie den Scanprozess in der Immobilie starten, ist es praktisch, die zu vermarktende Wohnung erstmal auf den Scan vorzubereiten. Punkt Nummer eins: Die Helligkeit in den Räumen. Drehen Sie alle verfügbaren Lichter auf & öffnen Sie alle Vorhänge, Jalousien & Co. Je heller ein Raum ist, umso leichter fällt es dem LiDAR-Scan die Konturen zu erkennen.

Türen & Fenster sind am besten geschlossen, damit sichergestellt werden kann, dass diese auch als solche vom Scan erfasst und interpretiert werden. Damit Wände, Böden und Ecken eines Raumes optimal erkannt werden, lohnt es sich auch kleinere Objekte zu entfernen, die den Blick darauf verdecken. Natürlich ist klar, dass Sie als Immobilienmakler oder Handwerker keine größeren Möbel an den Wänden wie z.B. Schränke verschieben werden. Oftmals lässt sich aber auch schon viel erreichen, wenn kleinere leichte Gegenstände wie Umzugskartons nicht in einer Ecke stehen.

Das ist im Grunde alles, was es braucht, um mit dem Scannen einer Immobilie zu beginnen

Jetzt kommt bewegung hinein
Die richtige Bewegung beim Scannen

Beginnst du mit einem neuen Scan ist die oberste Divise: Langsam & gründlich arbeiten. Bewegen Sie sich langsam im Raum und drehe dein Smartphone in alle Achsen, um Wände & Böden zu erfassen – vergessen Sie auch nicht die Decke. Auf der eingeblendeten Minimap sehen Sie laufend Ihren Scanfortschritt.

Positionieren Sie sich und Ihr Gerät aus verschiedenen Winkeln im Raum, um mehr Details zu erfassen. Wichtig ist auch, dass Sie sich speziell auf Ecken fokussieren, um diese korrekt zu erfassen.

Mit gesundem Sicherheitsabstand herangehen
Abstand wahren & Blickwinkel ändern

Halten Sie immer min. 3 Armlängen Abstand zu den Oberflächen, die Sie scannen, egal ob Wände oder freistehende Möbel. Hier lässt sich der eintrainierte Corona-Babyelefant noch gut nutzen. Scannen Sie bei freistehenden Möbeln wie Couch, Esstisch & Co. auch hinter die Möbel, indem Sie sich einmal darum herum bewegen. Es hilft, wenn Sie jedes Möbelstück wie ein Kunstwerk erster Güte behandeln, so wie z.B. die Davidstatue. So betrachten Sie langsam staunend Ihr Kunstwerk an Möbelstück aus allen Winkeln, allerdings mit ehrfürchtigem Sicherheitsabstand vor dessen Grandiosität. Zumindest kommt man sich mit diesem Bild vor Augen weniger idiotisch vor, richtig?

Seien Sie übrigens vorsichtig bei spiegelnden Flächen wie Spiegel, da diese den Scanner verwirren könnten. Ähnlich wie die meisten Tiere stört sich der LiDAR-Scan am eigenen Spiegelbild. Grund dafür ist, dass Laserimpulse beim Auftreffen auf die spiegelnde Fläche in diverse Richtungen zerstreut werden. So lange Sie allerdings frontale Spiegelkonfrontationen meiden, sollte das kein Problem beim Scan sein.

 

Je größer der Raum umso detaillierter die Arbeit
Größere Räume brauchen mehr Zeit

Egal ob möbliert oder leerstehend, nehmen Sie sich für größere Räume immer besonders viel Zeit beim Scannen. Verwenden Sie hier ein S-förmiges Bewegungsmuster, um Driftfehler bei der Messung zu vermeiden. Ein Driftfehler bei LiDAR-Sensoren bezieht sich auf die allmähliche Ungenauigkeit, die sich bei längeren Scans im Laufe der Zeit ansammelt. Dies liegt an der Schwierigkeit, die absolute Position und Orientierung des Sensors präzise zu verfolgen, was zu einer Drift der erstellten Punktwolken führt. 

Auch gilt es zu vermeiden, denselben Bereich zu oft abzufahren. Hier kann es hilfreich sein, den gleichen Bereich länger anzusehen, damit die App Wände erkennt und Teile neu interpretiert, wechselt man hingegen zu oft auf einen bereits gescannten Bereich zurück, kann dies womöglich die Ausrichtung des LiDAR-Scans zerstören, weil der Scan die geführte Schleife durch den Raum nicht richtig schließen kann.

Auch hier bloß nicht hektisch werden
Vom richtigen Raumwechsel zum fertigen Ergebnis

Lassen Sie sich Zeit beim Raumwechsel, speziell bei unterschiedlicher Helligkeit oder indoor-outdoor, damit sich der Scanner an die neuen Lichtverhältnisse anpassen kann. Da Ihre Türen im Idealfall geschlossen sind, öffnen Sie diese einfach mit dem aktiven Scanner in der Hand, gehen durch die Tür, schwenken den Scanner noch einmal in Richtung Tür, damit der Raumwechsel erkannt wird & schließen dann die Tür wieder.

Haben Sie ein größeres Projekt mit mehreren Räumen kann es auch Sinn machen, Raum für Raum einzeln zu scannen. Denn wenn ein Scan mal nicht so perfekt gelingt, haben Sie so jederzeit die Möglichkeit, den Raum erneut zu scannen ohne gleich das gesamte Objekt neu scannen zu müssen. Achten Sie aber trotzdem darauf, dass sie sich in der Immobilie von Raum zu Raum durchhanteln, damit das spätere Model auch die Verknüpfung der Räume so genau wie möglich macht.

Apropos Genauigkeit: Die Genauigkeit von LiDAR-Scans auf iPhones ist für viele Alltagsaufgaben sehr hoch, im Bereich von wenigen Zentimetern. Für kleine Objekte beträgt die absolute Genauigkeit etwa +/- 1 cm. Die relative Genauigkeit kann im einstelligen Zentimeterbereich liegen. Bei größeren Objekten wie Gebäudefassaden kann die absolute Genauigkeit bei etwa +/- 10 cm liegen. In Entfernungen von bis zu 5 Metern, wie bei Immobilien kann die relative Genauigkeit im einstelligen Zentimeterbereich liegen. Mit unseren Scantipps lässt sich so sicherlich die maximale Genauigkeit dieser Technik herstellen.

 

Einfach ausprobieren & selbst herausfinden
Der LiDAR-Scan in unserer App

Eine Immobilie mit dem iPhone zu scannen braucht ein wenig Übung, um optimale Ergebnisse zu liefern. Bei der Genauigkeit sind wir hier auf die verbaute Technik des LiDAR-Sensors angewiesen, können also nichts daran verbessern. Was allerdings hilfreich für Sie ist sind die Tipps & Fehlermeldungen die Ihnen unsere App während des Scanprozesses gibt, etwa wenn ein Raum zu dunkel ist, Sie zu nahe an einem Objekt sind oder der Wechsel in den nächsten Raum nicht richtig erfasst werden konnte. Dann ist es gut, wenn Sie die Ausrichtung ihres Scanners einfach ändern, den Raumwechsel noch einmal versuchen oder im schlimmsten Fall einfach den Scan noch einmal neu starten.

Wenn Sie während des Scans auch unsere Funktionen an Fotos & Fokuspunkten nutzen, fällt Ihnen die Nachbearbeitung des 3D-Modells auch um einiges leichter. Fokuspunkte lohnen sich vor allem, um Objekte zu markieren, die später ins 3D-Modell hinzugefügt werden sollen, wie etwa Steckdosen, Lichtschalter oder andere technische Installationen. Sie können diese Fokuspunkte aber auch dafür nutzen, Highlights in der Immobilie zu markieren, die dann im Modell als solche aufscheinen.

Je mehr Sie sich letztlich an unsere Tipps halten, umso genauer wird Ihr späteres 3D-Modell und Sie müssen weniger in unserem Editor nachbearbeiten. Daher lohnt es sich wirklich, sich die Zeit zu nehmen.

 

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