Vom Anfänger zum Meister
Die richtige Bildtechnik gibt bessere Qualität
Vermeiden Sie den digitalen Zoom und den Blitz da dieser die Qualität der Aufnahme deutlich verschlechtert. Wie bei einem Fixbrennweitenobjektiv auf der Kamera heißt es hier: Fußarbeit ist auch eine Art des Zooms – nur eben manuell.
Wer sich in der Bildentwicklung auskennt, kann auch gerne im RAW-Format am Smartphone fotografieren – für noch bessere Ergebnisse bzw. um bei der späteren Bearbeitung mehr Spielraum zu haben. RAW ist eine große, unveränderte “digitale Negativ”-Datei mit maximalen Bildinformationen, die eine flexible Nachbearbeitung ermöglicht, während JPEG eine komprimierte, kleinere Datei ist, die bereits in der Kamera entwickelt wurde und sofort teilbar ist. Der Vorteil von RAW ist, dass Weißabgleich, Belichtung usw. später flexibler anpassbar sind, die Farbtiefe (12 oder 14 Bit pro Farbkanal in RGB) deutlich höher ist als bei JPEG (8 Bit pro Kanal) und ein größerer Dynamikumfang gegeben ist, der mehr Details in hellen & dunklen Bereichen zeigt. Der Nachteil ist, dass diese weit größeren Bilddateien im RAW-Format im Anschluss erst entwickelt werden müssen z.B. mit Adobe Lightroom, um sie anschließend auf JPEG umzuwandeln, während JPEG-Dateien sofort lesbar sind, da die Komprimierung/Entwicklung bereits am Smartphone stattgefunden hat.
Eine Zwischenlösung sind die sogenannten HEIF-Formate (auf iPhones HEIC). Diese Dateien sind im Vergleich zu JPEG-Dateien speichereffizienter und daher in der Regel qualitativ besser, da sie eine höhere Farbtiefe (bis zu 16 Bit je Smartphonekamera) ermöglichen. Sie sind allerdings nicht in jedem Programm lesbar oder verarbeitbar.
In unserer Foto-Beautification ist es derzeit nur möglich, JPEG-Dateien zu bearbeiten, allerdings planen wir in der Zukunft, auch die Bearbeitung von RAW-Dateien bzw. auch HEIF-Dateien anzubieten.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den kaum jemand kennt ist der HDR-Modus am Smartphone. Dadurch werden unterschiedliche Belichtungszeiten für helle & dunkle Bildbereiche verwendet. Dieser Modus sollte eigentlich standardmäßig eingeschaltet sein, wobei es sich vor allem dann lohnt, wenn die Sonne extrem in einen Teil des Bildausschnitts scheint, während der andere eher dunkel bleibt.