Immobilien nachhaltig vermarktet

Besichtigungen reduzieren tut der Umwelt gut

Im Durchschnitt werden fast fünf Immobilien besichtigt, bis sich ein Interessent für eine Immobilie entscheidet. In Zeiten der digitalen Vermarktung von Immobilien müsste doch eigentlich die Zahl der Besichtigungen zumindest sinken. Nur ein Drittel aller Interessenten findet jedoch ein kompromissloses Traumzuhause. Dabei könnten Immobilienmakler viel eher diese empfundenen Kompromisse aufklären und dabei wertvolle Besichtigungszeit sparen, womit wiederum der Umwelt etwas Gutes getan wäre. Wie all das zusammenhängt? Wir klären auf.

Die harten Fakten
An einem kurzen Rechenbeispiel erklärt

In Österreich waren mit Q1 2025 rund 100.000 Immobilienobjekte auf Immoscout24.at verfügbar, rund 30 % davon sind Neubau, 15% private Vermittlung. Ein durchschnittliches Objekt wird dabei min. 5-Mal besichtigt, wobei jeder Termin etwa 20 km einfache Fahrtstrecke für den Immobilienmakler bedeutet. Bei einem Verbrauch von 7 Litern Diesel/Benzin pro 100 km und einem CO2-Ausstoß von 138 g/km sind das rund 759 Tonnen COund das zum einen nur für Österreich, zum anderen ohne den Anfahrtsweg der Interessenten oder private Vermittlungen miteinzukalkulieren.

Würde man all diese Variablen noch mit kalkulieren, käme man sicherlich auf mehrere 100.000 Tonnen CO2 allein im DACH-Raum. Somit lohnt es sich im Sinne der Nachhaltigkeit definitiv, die Anzahl der Besichtigungen zu reduzieren.

Zeit ist Geld – Anfahrtsweg ist Umwelt
Wie beide Seiten von weniger Besichtigungen profitieren

Viele Immobilienbesichtigungen für ein Objekt bedeutet für Sie als Immobilienmakler in erster Linie viel Zeit, die in Anspruch genommen wird, sowohl für die Anfahrt, als auch für die Besichtigung vor Ort. Massenbesichtigungen & Open House sind zwar bei einigen Immobilienmaklern ein Thema, hinterlassen jedoch bei Interessenten den miesen Beigeschmack von zu wenig Leistung – gerade in Ländern wie Österreich, wo auch Käuferinteressenten noch eine Provision zahlen. Ist die Immobilie noch bewohnt sind viele Besichtigungen zusätzlich störend für die Verkäufer oder etwaigen Mieter und auch ein passender Termin muss erst gefunden werden.

In Summe sollten Sie als Immobilienmakler also ein großes Interesse daran haben, die Immobilie mit möglichst wenigen Besichtigungen zu vermitteln. Für die meisten Interessenten sieht das nicht anders aus: Wer möchte schon auf Besichtigungs-Ralley gehen, sich ein Objekt nach dem anderen ansehen, nur um dann vor Ort zu erkennen, dass keine Immobilie zu den eigenen Wünschen passt – erst recht wenn man nicht unbedingt in der unmittelbaren Umgebung umzieht sondern sich wegen neuem Job, Familie & Co. um eine Immobilie an einem weit entfernten Ort bemüht. Zudem gibt es auch noch das Thema Zeitdruck: Ist ein begehrtes Objekt neu am Markt, will man natürlich zu den ersten gehören, die dieses besichtigen, da es sonst von anderen Interessenten weggeschnappt werden könnte. Die Flexibilität für Besichtigungstermine hängt jedoch von der jeweiligen Arbeitstätigkeit der Interessenten ab.

Im schlimmsten Fall müssen sich also Interessenten für eine Besichtigung extra einen freien Tag in der Arbeit nehmen, je nach eigenem Standort lange Anfahrtswege auf sich nehmen, kommen dann bei der Immobilie an und sehen auf einen Blick, dass sie nicht zu ihren Wünschen passt. Ein Martyrium, dass auch in Ihrem Interesse als Makler gelöst werden sollte.

Mehr Überlegungsfaktoren
Mehr Notwendigkeit für Transparenz

Wer in den vergangenen fünf Jahren auf Wohnungssuche war, besichtigte im Schnitt an die fünf Immobilien (5,2) – mehr als in den 2000er-Jahren (4,2) oder 1990er-Jahren (3,5). Bedenkt man, dass sich der Umfang der Visualisierungsoptionen über die Jahre deutlich verändert hat, lässt das die Frage offen: Warum?

Nur 31 % haben nach diesen durchschnittlich 5 Besichtigungen wirklich ihre Traumimmobilie gefunden, der Rest der Interessenten geht, wie unten ersichtlich Kompromisse ein.

Was all diese Kompromisse gemeinsam haben ist, dass Sie als Immobilienmakler diese nicht beeinflussen können: Die Immobilie steht da, wo sie steht, sieht aus, wie sie eben aussieht und kostet so viel, wie der Verkäufer verlangt (außer sie ist so lange erfolglos am Markt, bis ein Verkäufer einlenkt, aber das ist eine andere Geschichte). Was Sie allerdings ändern können, ist der Zeitpunkt, wann Interessenten von all diesen Überlegungs- & Kompromissfaktoren erfahren – denn das muss nicht erst am Besichtigungstermin sein.

 

31 %
finden ihre Traumimmobilie ohne Kompromisse
16 %
zahlen mehr als ursprünglich kalkuliert
12 %
müssen sich mit weniger Fläche zufriedengeben
10 %
geben sich mit weniger Zimmern zufrieden
8 %
beziehen ein weniger modernes oder energieeffizientes Zuhause
7 %
akzeptierten ein weniger ansprechendes Gebäude oder eine weniger attraktive Lage
7 %
verzichten auf gewünschte Extras wie Keller, Garage oder Aufzug
6 %
beziehen eine Adresse, die weiter von ihrer Wunschgegend entfernt liegt
4 %
hätten sich mehr Urbanität oder mehr Natur gewünscht

Quelle: Immoscout24.at

Das Wichtigste vorab im Fokus
Visualisierung im Zentrum der Vermarktung

Je mehr Sie als Immobilienmakler Interessenten vorab von der Immobilie zeigen können ohne vor Ort zu besichtigen, umso besser. Dann sind Ihre Interessenten nämlich auf die genannten Kompromisse der Immobilie vorbereitet und lassen sich bei der Besichtigung gezielt darauf ein.

Die Grundlage dabei: Unsere digitalen Zwillinge! Fläche, Zimmeraufteilung & Co. ist im digitalen Zwilling der Immobilie auf einen Blick ersichtlich, genauso wie die jeweilige Ausstattung. Dank der PriceHubble-Integration werden auch Infrastrukturdaten zur Umgebung mitgeliefert, zusammen mit Shadowmaps wird sogar das Sonnenlicht, das in die Immobilie fällt zu jeder Tageszeit an jedem Tag visualisiert – etwas dass sie nicht mal während der Besichtigung erreichen können.

All diese Tools, vereint mit zusätzlichen Immobilienangaben, Dokumenten, Bildern, Videos & 360°-Tour in einem digitalen Exposé (dass in Kürze bei uns verfügbar ist), sorgt dafür, dass Ihre Interessenten wirklich wissen, worauf sie sich bei der Besichtigung einlassen. Spoileralarm: Dadurch werden Sie deutlich weniger Besichtigungen für eine Immobilie führen – dafür aber gezieltere. Denn wozu Interessenten etwas verschweigen, dass sie ohnehin bei der Besichtigung sehen?

Entscheidungen, die halten
Nachhaltigkeit, die bleibt

Es ist Gang & Gäbe, dass die generelle Entscheidung von Interessenten für eine Immobilie bei der ersten Besichtigung fällt, auch wenn bis zur Zusage noch eine Entscheidungsfrist vergeht oder noch eine zweite Besichtigung braucht. In Summe betrachtet kann sich mit einer umfassenden Visualisierung der Punkt, wann sich Interessenten für eine Immobilie entscheiden, nach vorne verschieben: Das passiert dann schon mit dem Moment, wo Sie Ihren Interessenten das digitale Exposé übermitteln, dass bereits alle Fakten wie das visuelle Abbild der Immobilie als interaktives Modell enthält. Kommt es daraufhin zu einer Besichtigung, dessen Relevanz wir überhaupt nicht abstreiten wollen, dann meist, weil sich Interessenten in ihrer getroffenen Entscheidung bestätigt sehen wollen.

Diese neue Art des Immobilienvertriebs gibt Ihnen zwar weniger Möglichkeit, Verkaufsgespräche mit Ihren Interessenten zu führen, bewahrt Interessenten jedoch auch vor unangenehmen Enttäuschungen bei der Besichtigung. Und wenn man ehrlich ist: Interessenten, die auf den ersten Blick von einer Immobilie enttäuscht sind bringt selbst der beste Immobilienmakler bei einem Verkaufsgespräch nicht zum Kauf. Auch können sich Makler bei der Besichtigung selbst die Hälfte der Zeit einsparen, da Interessenten sowieso bereits die meisten Fakten zur Immobilie kennen und sich in der gewonnenen Zeit tiefer den gezielteren Interessentenfragen widmen.

Gleichzeitig hat diese umfassende Vermarktungspräsentation enorme Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit. Im engeren Sinn auf die Umwelt bezogen, weil der CO2-Ausstoß für Besichtigungstermine massiv minimiert wird, im weiteren Sinn weil Besichtigungstermine selbst nachhaltig Erfolg haben, wodurch schneller verkauft wird.

Weil weniger Besichtigungen nachhaltige Mehrwerte erzeugen können
Gemeinsam Umwelt & Makleralltag entlastet

Was der Umwelt gut tut, bringt auch Immobilienmaklern einen echten Mehrwert: Die Reduktion von Immobilienbesichtigungen durch eine umfassende Immobilienvisualisierung. Besichtigungsfahrten, sowohl die Anreise vom Makler selbst wie auch Interessenten stellt eine enorme CO2-Belastung dar – Interessenten müssen mehrere Immobilien besichtigen, ehe sie ihre Wunschimmobilie finden, Immobilienmakler müssen Objekte mit vielen Interessenten besichtigen, ehe es zu einer erfolgreichen Vermittlung kommt.

Zeit, Geld, Umweltbelastung – das alles kann nachhaltig eingespart werden, wenn Sie auf ein modernes digitales Exposé mit digitalem Zwilling & Smart Data setzen. Die kurze Zeit, die Sie für die Erstellung des 3D-Modells investieren fällt dabei kaum ins Gewicht – für die Erstellung von Immobilienbildern sind Sie ohnehin in der Immobilie und die durchschnittliche Scanzeit beträgt für 80 m² Fläche 5min. Mitsamt kleiner Nachbearbeitungen in unserem Editor, sowie der Ergänzung um Immobiliendaten, der Erstellung einer optionalen 360°-Tour, dem Hinzufügen von Bildern, Videos und Dokumenten, etc. kostet Sie durchschnittlich eine halbe bis eine Stunde. Und das ist die Zeit, die sie sonst ca. für eine Besichtigung brauchen würden.

Unser Angebot also für Sie: Tauschen Sie die durchschnittliche Zeit für eine Besichtigung gegen ein vollständiges digitales Exposé mit digitalem Zwilling und sparen Sie sich dadurch min. 50 % aller Immobilienbesichtigungen bei einem deutlich schnelleren Verkauf. Und weil Nachhaltigkeit im Vordergrund steht tuen Sie dabei auch Ihrer Umwelt etwas Gutes.

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