Die Evolution der Immobilienvermarktung

Neue Generationen – neue Vermarktungsmethoden

Gerade in den letzten Jahren gibt es immer mehr Trends & Veränderungen bei der Vermarktung von Immobilien. Was bei Baby Boomern & der Generation X als Zielgruppe noch ausreichend war, um potenzielle Käufer anzusprechen, genügt Millenials und Gen Z längst nicht mehr. Wir schaffen einen kurzen Überblick über die Erwartungshaltungen der Generationen.

 

Reise zurück ins analoge Zeitalter
Wie Immobilienmarketing vor dem Internet ging

Bis zur Jahrtausendwende und darüber hinaus war die analoge Zeitung für jeden Makler & Bauträger das Mittel zur Wahl, um Immobilien zu inserieren & Interessenten zu suchen. Ob kurze Zweizeiler ohne Bilder, dafür mit vielen Abkürzungen (weil man pro Buchstabe bezahlen musste) oder später dann schon ein kleines Bildchen. Wer ein höherpreisiges Objekt zu verkaufen hatte, leistete sich in der Zeitung auch schon einmal eine viertel, halbe oder gar ganze Seite für eine Immobilie inkl. Bilder oder machte gar eine eigene Postwurfsendung. Die Käuferschaft war grundsätzlich darauf eingestellt, in Zeitungen nach neuen Immobilien zu suchen und sich bei Interesse telefonisch zu einem Besichtigungstermin zu melden, um die Immobilie von innen zu sehen. Wer dringend suchte, ging persönlich zum Makler der Wahl, um sich nach aktuellen Angeboten zu erkundigen.

Auch heute noch gibt es diese analogen Vermarktungsmöglichkeiten, für jüngere Generationen funktionieren sie hingegen gar nicht mehr. Denn dann kam das Internet – und das veränderte einfach alles.

Die Anfänge des digitalen Zeitalters
Immobilienmarketing im Umbruch

Mit dem Aufkommen der ersten Maklerwebseiten veränderte sich die Welt des Immobilienmarketings rasant. Früher noch manuell eingepflegt, später automatisch über ein eigenes CRM, hatte bald jedes Immobilienangebot eine eigene Detailseite auf der Website der Immobilienmakler und Bauträger. Auch die Fotografie solcher Objekte änderte sich rasant. Was am Anfang noch Analogfotografie, später DSLR-Kameras wurden, änderte sich mit der Veröffentlichung des ersten iPhones: Bald schon löste die Smartphone-Fotografie professionelle Kameras ab. Lediglich fotoaffine Makler bzw. jene Makler, die externe Fotografen beauftragen, setzen noch auf Aufnahmen von professionellen Kameras.

Was sich zudem änderte war die Art der Immobilieninserate. Mit dem Anfang der 2000er wurden Inserate in online Immobilienportalen wie ImmoScout24, Immowelt, Immonet.de (in Deutschland), Willhaben (in Österreich) uvm. immer beliebter. Heutzutage inserieren Makler & Bauträger ihre Immobilien standardmäßig auf diesen Plattformen, meist vollautomatisch mit ihrem CRM. Multi-Listing-Systeme (MLS) wie in den USA konnten sich im deutschsprachigen Raum allerdings nie richtig durchsetzen. Wohl auch, weil der Austausch von Immobilienangeboten für die Immobilienmakler untereinander zum weniger profitablen Partnergeschäft führt. Stattdessen war & ist noch heute das Ziel, dass sich Interessenten selbst über Portalanzeigen oder andere Marketingkanäle melden, meist durch ein Anfrageformular (wodurch der Kontakt mittlerweile automatisch im CRM landet), aber auch E-Mail oder Telefon sind nach wie vor genutzte Kanäle, die jedoch mit der Zeit immer weiter abnehmen.

Gesucht wird auf den Portalen hauptsächlich mit der jeweiligen Suchmaske, Google war hier in den Anfängen im Grunde nur ein Vermittler von der Suchanfrage zu den jeweiligen Portalen. Aber auch die Kartensuche nach Standortpins konnte sich auf den Portalen langsam etablieren, womit Interessenten erstmals eine ungefähre Lage der Immobilie noch vor der Anfrage sehen konnten.

Von statisch zu immersiv
Es kommt Bewegung in die Immobiliendarstellung

Mit dem Beginn des digitalen Zeitalters reichten zwei Medien für Immobilien noch vollkommen aus, nämlich Bilder & Grundrisse. Das änderte sich mit Mitte der 2010er-Jahre. Hier kamen die ersten “virtuellen Touren”, also 360°-Panoramatouren auf. Aber auch Video rückte in den Fokus der Immobilienvermarktung durch exklusive Videotouren. Einige Immobilienmakler wie Bauträger setzten hier auch schon auf soziale Netzwerke (zu Anfang Facebook, später dann auch Instagram), um ihre Immobilien mit Fotos bzw. Architekturrenderings auf diesen Kanälen zu präsentieren.

Die Notwendigkeit zu 360°-Touren & Videotouren wurde mit der COVID-19 Pandemie schlagartig bewusst. Immerhin konnte man die Immobilie zu Lockdown-Zeiten plötzlich nicht mehr live vor Ort besichtigen und brauchte eine Alternative. So verschoben sich die digitalen Trends Video & 360°-Touren von Nice-to-have Experimenten zum modernen Standard.

Emotionen statt fakten
Die Suche nach dem Lebensgefühl

Während ältere Eigentümer oft klassische Erwartungen haben, tritt eine junge Käufergeneration auf den Plan – mit anderen Werten, anderem Tempo, anderer Mediennutzung. Für die Generation Z und die Millennials bedeutet das: Sie suchen nicht einfach vier Wände – sie suchen ein Konzept, das zu ihren Werten und Gewohnheiten passt.

Ein rein technischer Verkaufsansatz – Quadratmeter, Baujahr, Keller vorhanden – bleibt blutleer, wenn er nicht in einen Kontext gebracht wird. Die „Sprache der Käufer“ heißt heute:

  • Wie passt dieses Zuhause zu meinem Lebensstil?
  • Wie bringe ich meine eigene Einrichtung in diese Immobilie?
  • Wie kann ich hier wohnen und trotzdem mobil sein – ohne eigenes Auto?

Die Kunst liegt darin, Daten zu erzählen, zu erzählen, wie die Interessenten selbst in der Immobilie leben können. Trends wie digitales virtuelles Staging mit KI oder selbst konfigurierbare 3D-Modelle bieten genau diese Möglichkeit der Interaktion.

Weiters bieten sie auch eine Lösung auf ein allseits bekanntes Bauträgerproblem: Musterwohnungen. Interessenten von heute wollen nicht nur Renderings oder 360°-Touren einer ausgewählten Einheit im Neubauprojekt sehen – vielmehr wollen sie die Einheit visuell vollwertig erleben, die zu ihren Wünschen & Bedürfnissen passt.

Trends von heute sind erwartungshaltungen von morgen
Wie Sie bei Ihrer Käuferschaft punkten können

Wir haben die technologische Entwicklung miterlebt, doch die andere Seite der Medaille ist der Wandel der Käufererwartungen. Für die Babyboomer reichten ein paar Fotos und eine Beschreibung. Die Generation X verlangte mehr Details, wollte Fotos von jedem Raum und genaue Grundrisse. Die heutigen Käufer, Millennials und die Generation Z, sind anders. Sie sind an visuell geprägte Inhalte von Plattformen wie Instagram und TikTok gewöhnt. Sie fordern immersive Erlebnisse, Videos, virtuelle Rundgänge und Lifestyle-Fotografie, die ihnen helfen, sich das Leben in der Immobilie vorzustellen. Für sie sind professionelle Medien in verschiedenen Formaten nicht optional, sondern Standard.

Möglichst umfassende Details zur Immobilie noch vor der Besichtigung lautet die Devise. Denn niemand will erst beim Termin vor Ort erfahren, dass die Immobilie doch nicht zu einem passt, zumal die Anfahrt wie die Zeit beim physischen Besichtigungstermin nur mehr dazu dienen soll, den digitalen Eindruck der Immobilie live vor Ort zu bestätigen.

Doch neben dem Standard in der Immobilienvermarktung, den Sie mit unserer Software leicht umsetzen können, gehen wir einen Schritt weiter: Die Immobilie vollständig digital zu erleben heißt bei uns immersiver digitaler Zwilling. Damit wird nicht nur der Status-Quo der Immobilie umfassend präsentiert, sondern auch die interaktive Planung der Räume als Lebensmittelpunkt Ihren Käufern überlassen. Der Schritt von Präsentation zu Interaktion ist im Moment eine neue digitale Trendwende, die Sie mit unserer Software bereits frühzeitig umsetzen können.

Denken Sie daran: Was heute noch Trend ist, wird irgendwann zum digitalen Standard in der Erwartungshaltung Ihrer Käufer – speziell wenn Ihre Zielgruppen immer jüngere Generationen sein werden. Haben Sie schon daran gedacht, was wohl Gen Alpha von der Immobilienvermarktung erwarten wird, wenn sie ins kauffähige Alter kommen?

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