360°-Tour vs. 3D-Modell

Die perfekte Wahl für jede Visualisierung

Digitaler Rundgang durch die Immobilie? Ja, aber wie? In diesem Blogartikel stellen wir uns die Frage: Was ist besser? Die klassische 360°-Tour durch eine Immobilie oder doch lieber das 3D-Modell als digitaler Zwilling. Lesen Sie mehr zu den Vermarktungsmöglichkeiten für Bestandsimmobilien und auch Neubau & erfahren Sie alles zur Wahrnehmung durch Ihre Interessenten.

Klassisch, etabliert, funktioniert
Die 360°-Tour

Spätestens seit der Coronapandemie ist eine 360°-Tour für Immobilien nichts Neues mehr. Diente sie doch in Lockdown-Zeiten vor allem als Besichtigungsersatz. Inzwischen gehören solche Touren eigentlich zum Standardrepertoire der guten Immobilienvermarktung.

Eine 360°-Tour erzeugt aus statischen Panoramafotos ein digitales Erlebnis und ermöglicht es Nutzern, sich von festen Standpunkten aus umzusehen. Die Bildqualität hängt hier immer noch sehr stark vom verwendeten Endgerät ab. Bei der Aufnahme mit dem Smartphone (z.B. über unsere App) sind Bildverwackelungen quasi unvermeidlich, muss man sich für ein volles Panorama doch einmal um die eigene Achse drehen. Zwar ist es theoretisch auch möglich, mit Stitching mehrerer Einzelfotos zum Panorama zu kommen, hier ist die Nachbearbeitung allerdings ziemlich mühsam. Eine andere Möglichkeit sind auch drehbare Stative, die die Wackler zumindest verbessern.

Die besten Panoramen erhält man aber immer noch mit dafür spezialisierten Kameras, die dank integrierter Fisheye-Linse ein 360°-Bild pro Raum schießen. Wie auch immer man zu den 360°-Panoramen kommt, am Ende kann man sie einfach & schnell zu einer 360°-Tour in unserer Software zusammenfügen.

Erster Eindruck von der Immobilie
Eine Frage der Tiefe

Mit einer 360°-Tour können Ihre Interessenten durch Anklicken zwischen verschiedenen Blickwinkeln bzw. Räumen “springen”, können sich aber nicht frei im Raum bewegen oder ihren Blickwinkel ändern. Dieses Hüpfen zwischen ähneln eher einem digitalen Fotoalbum mit eingeschränkter Bewegung, da ein gewisser Mangel an räumlicher Tiefe vorhanden ist, egal wie gut die Panoramaqualität auch ist. Für den ersten Eindruck können solche Touren bei Bestandsimmobilien aber durchaus nützlich sein, werden doch die realen Panoramen der Immobilie verwendet. Auch für Neubauten lohnen sich 360°-Touren, allerdings hier mit dem Nachteil, dass diese Panoramarenderings von Architekten oder anderen Drittanbietern erstellt werden müssen.

Manche wollen mehr
3D-Modelle als digitale Zwillinge

Ein 3D-Modell ist ein vollständig immersiver, interaktiver digitaler Zwilling einer Immobilie, der es Nutzern ermöglicht, sich frei zu bewegen, Blickwinkel zu ändern und sogar eine Helikopteransicht auf das gesamte Objekt oder Grundrissansicht anzuzeigen.

Die Genauigkeit dieses Modells hängt sehr stark davon ab, wie man es erstellt. Am Genausten sind unsere Modelle hier im Neubau, wenn sie auf IFC- oder auch DWG-Dateien des Planungsbüros erstellt werden. Aber auch mit unserem LiDAR-Scan für Bestandsimmobilien können je nach verwendetem Endgerät schon sehr genaue Ergebnisse erzielt werden. Bei iPhones konnten wir dazu folgende Daten recherchieren: Bei Objekten mit einer Seitenlänge von über 10 cm wird eine absolute Genauigkeit von etwa + 1 cm erreicht, so ResearchGate. Im Bereich von bis zu 5 Metern kann eine relative Genauigkeit im einstelligen Zentimeterbereich erzielt werden, erklärt wiederum BIM Hamburg.

So oder so, die Wege zum vollständigen 3D-Modell einer Immobilie sind vielfältig. Viel vielfältiger ist aber noch, was man damit machen kann.

Ein Modell, viele Möglichkeiten
Immersiv in die Immobilie eintauchen

Aus einem 3D-Modell erhält man gleich mehrfachen Nutzen. Nicht ganz nebensächlich ist dabei, dass man mit dem Modell auch gleichzeitig einen vollwertigen zweidimensionalen Grundriss in Schwarz/Weiß, sowie Farbe erhält, den man schon mal als Verkaufsplan nutzen kann.

Die Nutzer können sich frei im Raum bewegen, ihn aus jedem Winkel erkunden und auch die gesamte Immobilie als Ganzes in der Helikopteransicht betrachten. Ein kleiner Nachteil dabei ist allerdings der Look der Tour: So sieht das erstellte Modell so aus, wie es heißt, nämlich wie ein Modell & nicht wie die reale Immobilie. Das lässt sich jedoch dank unserer künstlichen Intelligenz ändern, die aus jedem von Interessenten gewünschten Winkel der Tour ein reales Bild erstellen kann.

Ein 3D-Modell bedeutet dafür allerdings 100%ige Freiheit für Ihre Interessenten. So kann z.B. das Sonnenlicht zu jeder Tageszeit an jedem beliebigen Tag simuliert werden. Aber auch die Einrichtung kann nach den jeweiligen Wünschen von Interessenten geändert werden, sei es die von Bauträgern zur Verfügung gestellten Sonderausstattungsoptionen oder aber auch freie Möbel, Boden- oder Wandtexturen.

Das macht auch beim Bestandsbau Sinn, man denke nur mal an Interessenten, die nach dem Kauf Böden, Wände, Bäder, Küchen & Co. renovieren oder sich generell schon vorab einrichten wollen. In unserer Software können Interessenten bald auch dank AR-Möbelscan ihre eigenen Möbel ins 3D-Modell bringen.

360°-Tour oder 3D-Modell
Eine Frage der Generation

Allgemein gesagt hilft jede Art von virtuellen Rundgängen dabei, dass sich potenziellen Käufern ein realistisches Bild zur Immobilie machen, was wiederum ihre Entscheidungsfindung unterstützt. Während 3D-Modelle zur Vermarktung noch eine relativ junge Technologie ist, die noch keine Studien zur Vermarktung hat, sieht die Lage bei 360°-Touren schon mal sehr vielversprechend aus:

  • Steigerung der Anfragen: Immobilienanzeigen mit virtuellen Rundgängen erzielen bis zu 95 % mehr Anfragen. Quelle: Businessview Ruhr
  • Wunsch nach virtuellen Rundgängen: 75 % der Befragten einer Studie gaben an, dass sie sich virtuelle 360°-Ansichten in Exposés wünschen.
  • Bedeutung für die Kaufentscheidung: Für 71 % der Befragten war ein virtueller Rundgang ausschlaggebend für ihre Kaufentscheidung. Quelle: Panova360

Die Technologie von 3D-Modellen wird zunehmend in verschiedenen Branchen wie dem Bauwesen, der Fertigung und der Stadtplanung eingesetzt, was auf ein ähnliches Potenzial für die Immobilienbranche hindeutet. Wie gut die Technologie angenommen wird, hängt letztlich vermutlich auch von der jeweiligen Generation ab. Giraffe360 fasst dies gut zusammen:

“Wir haben technologische Fortschritte erlebt, doch die Kehrseite der Medaille ist der Wandel der Käufererwartungen. Für die Babyboomer reichten ein paar Fotos und eine Beschreibung. Die Generation X verlangte mehr Details, Fotos von jedem Zimmer und präzise Grundrisse. Die heutigen Käufer, Millennials und die Generation Z, sind anders. Sie sind an visuell geprägte Inhalte von Plattformen wie Instagram und TikTok gewöhnt. Sie erwarten immersive Erlebnisse, Videos, virtuelle Rundgänge und Lifestyle-Fotografie, die ihnen helfen, sich das Leben in der Immobilie vorzustellen. Für sie sind professionelle Medien in verschiedenen Formaten nicht optional, sondern Standard.”

Was am besten zur Vermarktung passt
Eine Frage Ihrer individuellen Wünsche

Ein 3D-Modell ist vielseitig in den visuellen Erlebnissen. Sei es in der Bewegungsfreiheit im First-Person-View oder in der Interaktivität mit den Nutzern, die die Immobilie schon vor dem Kauf komplett nach ihren Wünschen einrichten können. Eine 360°-Tour wiederum zeigt den umfassenden Blick auf den Status-Quo einer Immobilie in einer realistischen Art, wie es sich durch ein 3D-Modell wohl auch in der Zukunft nicht erreichen lässt (Stichwort Ladezeit).

Unserer Meinung nach haben beide Technologien absolut ihre Berechtigung und ergänzen sich im Idealfall miteinander. So können Sie in unserer Software beides nutzen und auch miteinander kombinieren: Der 2D-Grundriss aus dem 3D-Modell eignet sich z.B. hervorragend als Grundrisskarte für die 360°-Tour. Und in unserem neuen digitalen Exposé bzw. im Konfigurator für Neubauprojekte können beide Möglichkeiten miteinander in einem Link kombiniert werden. So obliegt es letztlich Ihnen als Bauträger oder Immobilienmakler, welche Technologie Sie zur Vermarktung Ihrer Immobilien verwenden möchten.

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